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Run all over Japan

Hachja, meine Zeit hier neigt sich jetzt langsam aber sicher dem Ende entgegen. Zeit für ein Resümee? Nein, noch bin ich nicht fertig mit Japan, da kommen sicher noch einige an spannenden Erfahrungen hinzu. Heute rede ich lieber über Sport in Japan.

Ich habe das Gefühl, dass sie hier sehr sportbegeistert sind. Die Sportclubs in der Uni beispielsweise werden super ernst genommen. Fast wichtiger, als die normalen Kurse. Was aber auch mit dem geringeren Stellenwert, den das Studium hier einnimmt, zu tun haben könnte… Aber das wäre nochmal ein anderes Thema, das reiße ich vielleicht im Resümee mit an. Jetzt aber zum Sport.

Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich von meinem Balkon aus einen wunderbaren Ausblick auf das Sportfeld habe. Jeden Morgen bevor die Uni losging waren da schon die Lacrosse-Spieler. Und wenn ich abends nach Hause kam, dann trainierten die Baseballer. Und auf der anderen Seite meines Wohnheims ist ein Tennisplatz, auf dem gefühlt den ganzen Tag ältere Japaner und Japanerinnen Tennis spielen.

Ich liebe es, laufen zu gehen. Das ist in Städten ja immer so eine Sache. Aber bisher bin ich sehr glücklich. Hier in Osaka habe ich in meiner Nähe einen Fluss/Kanal ?? gefunden, an dem ich entlang laufen kann. Natürlich auf Beton, wovon ich nicht der größte Fan bin, aber der Fluss selber ist begrünt. Da kommt man zwar nicht runter, aber immerhin was fürs Auge.

Und Läufer gibt es hier auch viele. Meistens wirken sie sogar sehr trainiert. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur langsam 😀

Jetzt war ich die letzten Wochen ein wenig unterwegs, halte es aber nicht ewig ohne meinen Auslauf aus. Und ich habe festgestellt, wie toll es ist, an Orten zu laufen, an denen ich vorher noch nie war. Ich meine, ich könnte auch spazieren gehen, aber ich kann die Strecke auch laufen und so gleich noch ein wenig die Sportkultur erkunden. Ich hatte aber auch Glück mit meinen letzten zwei Städten.

Erst einmal war ich in Sapporo beim Snowfestival. Ich liebe ja Schnee. Und im Schnee zu laufen. Aber nur dick eingepackt! Sauberer und klarer kann Luft gar nicht sein und alles wirkt wie in Zuckerwatte eingepackt! Herrlichst! Also stand außer Frage, dass ich zumindest einmal eine Runde in Sapporo drehe. Und dann hatten wir einen Park in der Nähe unseres Apartments – perfekt! Als wäre es so vorher bestimmt gewesen!

Danach war ich in Tokyo für ein paar Tage in der Nähe des 多摩川 Tama-gawa (Tama River). Und hier war es einfach nur unglaublich fantastisch! Man konnte direkt am Fluss entlang laufen und innerhalb von 15 km hätte frau theoretisch auch bis zum Meer laufen können. Aber dann hätte ich auch 15 km wieder zurück laufen müssen… Jedenfalls bin ich an einem Fahrschuhlplatz vorbei gekommen und an einem Übungsgelände für Polizeimotorräde. Oder zumindest übten die da gerade.

Das herrlichste an Japan und Sport ist, dass es immer sauber ist! Müll? Hundekacke? Taschentücher? Gibt es hier nicht. Ich kann also ganz unbesorgt meinen Blick oben lassen und die herrliche Aussicht genießen, ohne Sorge, ein kleines Überraschungspäckchen mit nach Hause zu bringen. Und alle zwei Kilometer befindet sich eine saubere (und ich meine wirklich wirklich wirklich sauber!), öffentliche Toilette. Das einzige, was mir hier noch nicht begegnet ist, sind Menschen, die mit ihrem Hund Sport machen.

Sport machen in Japan ist wirklich entspannt! Freue mich jetzt schon wieder auf meinen nächsten Lauf nachdem ich hier die ganzen Fotos gesehen habe.

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