Food, Japan

Ein weiteres Mal: Essen in Osaka!

Puh, soooo viel passiert in den letzten Wochen, ich komm gar nicht mehr nach mit dem Schreiben von Beiträgen! Aber heute ist Tag des Sportes und daher habe ich keine Uni und dann ist auch noch schlechtes Wetter, da stört es mich auch nicht, wenn ich mal drinnen bleibe und nicht umherstromern kann. Also gibt es heute mal einen kleinen Überblick über die letzten Wochen. Wahrscheinlich vergesse ich die Hälfte, daher kann es sein, dass ich noch ein paar weitere Beiträge über Erlebnisse schreibe, die ich hier schon angerissen habe. Und ich befürchte auch, Schwierigkeiten mit der Chronologie zu haben. Ich werde mich bemühen, aber das Oberstübchen wird auch langsam altersschwach und es muss soviel rein, darum bitte ich um Verzeihung. Ich werde meinen Beitrag daher anhand der Fotos aufziehen, die ich tatsächlich gemacht hab, obwohl ich mir immer noch wie ein Paparazzo dabei vorkomme 😀 Heute, liebe Kinder, behandeln wir das Thema Essen in Japan!

Takoyaki-Party

Takoyaki-Party

Anfangen werde ich mit der kleinen Takoyaki-Party. Obwohl es keine richtige Party war und wir auch nur zu dritt, aber immerhin hatten wir Bier. Eine japanische Freundin, die in meinem Wohnheim arbeitet, lud mich ein, typisches Osaka-Essen zu essen und sie konnte es auch noch selber machen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es nicht vegan war, nicht mal vegetarisch. Aber einmal probiert haben musste ich es doch und es hat wirklich Spaß gemacht. Takoyaki sind kleine Teigkugeln, gefüllt mit Tintenfisch, Zwiebeln und eingelegtem Ingwer. Wir haben auch einmal Käse rein getan. Das Gerät besteht aus einem Haufen kleiner runder Löcher, in die die Teigmischung gegossen wird und dann dreht man sie so lange, bis sie rundherum braun sind und innen noch ein wenig weich. Mich erinnerte das Gerät irgendwie an einen Eierkocher, kann aber auch nur meine persönliche Ansicht sein. Garniert wurden die Kugeln dann mit Barbecue-Soße, einer japanische Mayonnaise (ich schreibe das Wort so selten, dass ich es erst mal falsch geschrieben habe…o.0) und Algenkrümmel, die man nur dazu isst und zu Okonomiyaki, aber dazu später mehr. Es schmeckte jedenfalls fantastisch!

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Deutsches Essen, stilecht mit Bier

Im Gegenzug habe ich mich bereits erklärt, deutsch zu kochen, was sich als schwerer herausstellte, als ich dachte. Ich wollte eigentlich Armer Ritter und Pfannkuchensuppe machen. Aber ich habe einfach keine Gemüsebrühe auftreiben können und kein Paniermehl. Vielleicht lag es auch daran, dass ich auf den verschiedenen Mehlen nicht lesen konnte, was drin ist. Jedenfalls musste ich sehr kurzfristig umdisponieren. Und dann gab es eben gebratenen grünen Spargel, für mich ohne Ei, für die Japanerin mit, und dazu Rohkost ( geriebene Äpfel, Karotten und Zitronensaft drüber). Das ist jetzt nicht allzu typisch deutsch, gab es aber bei mir zuhause oft. Und der Spargel roch sowas von nach Frühling!

Plastikessen

Plastikessen

Vor fast jedem Restaurant in Japan befindet sich ein Schaufenster, in dem das Essen, dass man hier genießen kann, als Plastikvariante ausgestellt ist. Das Foto stammt von der Cafeteria, ist also nicht die schönste Variante, da habe ich in der Stadt schon sehr viel realitätsgetreuer Plastiken gesehen, aber ein schönes Beispiel.

Auf meinem Campus habe ich noch gar nicht alle Cafeterien/ Mensen ausprobiert, so viele sind es. Bisher war ich in drei verschiedenen. Ich weiß aber, dass es noch mindestens drei weitere gibt, die ich noch nicht beehrt habe.

Auf dem einen oder anderen Campus habe ich auch schon gegessen und es ist überraschend, wie sehr sich das Angebot unterscheidet. Manche scheinen sich auf Frittiertes spezialisiert zu haben, die Größeren haben ein breites Angebot an Beilagen und Nachspeisen in winzigen kleinen Schälchen. Mein Favorit sind Süßkartoffeln karamellisiert. Und das sind dann drei kleine Stückchen, vielleicht so groß wie mein Daumen. Eigentlich finde ich das sehr gut, denn so kann Frau nicht zu viel Kalorien in sich reinfuttern.

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Reis mit Shimeji-Pilzen in veganem Dashi gekocht, dazu Kinpira aus verschiedenem Wurzelgemüse mit Tofu

Letztes Wochenende habe ich dann für eine Freundin im Wohnheim japanisch gekocht und dazu haben wir japanisches Bier getrunken. Leider ist mein Bierwissen kleiner als ganz wenig, daher kann ich jetzt absolut nicht sagen, ob es so sehr anders schmeckt. Ich kann nur sagen, dass es genauso bitter ist, wie das Deutsche auch.

An dem Abend planten wir dann noch unseren Sonntagsausflug, aber erst werde ich euch noch mehr über Essen erzählen, da die Chronologie in diesem Beitrag eh hinfällig ist.

Okonomiyaki

Okonomiyaki

Vorgestern Abend habe ich das zweite sehr Osaka-typische Essen probiert: Okonomiyaki. Das ist eine Mischung aus Pfannkuchen und Omelette. Hierbei werden sie allerdings mit allem möglichen gefüllt. Der eine, den ich hatte, war mit Gemüse aller Art gefüllt. Der zweite beinhaltete sogar Nudeln. Für zwei Personen hätte einer schon gereicht. Jetzt im Nachhinein verstehe ich auch, dass uns der Kellner beim Bestellen so sonderbar angesehen hat, als wir zwei bestellt haben. Es war dennoch sehr spannend, denn wie beim Teppanyaki saßen wir an einem Tisch mit eingebauter Herdplatte aus Metall, nur dass in diesem Fall jeder Tisch seine eigene Platte hatte. Dann brachte der Kellner die zwei Okonomiyaki auf etwas, dass aussah wie kleine Metallschaufeln und legte sie auf die heißen Platten. Wir hatten dann kleine Tellerchen und Metallschäufelchen, die mich wiederum an Raclette-Schäufelchen erinnern. Damit konnten wir die Okonomiyaki dann in kleine Häppchen teilen und auf unser Tellerchen packen. Garniert wurde das wieder mit Barbecue-Soße, Mayonnaise und Algenkrümmel. Eine sehr leckere, aber auch sehr sättigende Angelegenheit.

Blick auf die Bar, direkt mir gegenüber, links davon stand der Grill, auf dem auf offenem Feuer gegrillt wurde

Blick auf die Bar, direkt mir gegenüber, links davon stand der Grill, auf dem auf offenem Feuer gegrillt wurde

Gestern war ich dann mit einer Freundin in Dotonburi, das so ein wenig das Epizentrum von Osaka ist. Genauso, wie man Japan aus Dokus kennt. BlingBling-Leuchtreklamen überall und sowas von viele Menschen! Wir waren richtig weggeflasht und haben uns zum Essen in eine der winzigen Seitenstraßen verzogen. Und wenn ich winzig meine, dann meine ich wirklich winzig. Vielleicht ein Durchgang von einem bis zwei Meter zwischen den Häusern. Und hier befanden sich die richtig schnuckeligen Restaurants, bei denen man direkt vor dem Arbeitsbereich des Koches saß und Häppchen bestellte, die einer nach dem anderen geliefert wurden. Daher hab ich leider kein schönes Foto vom Essen machen können, allein schon, weil es so lecker war, dass wir es ziemlich sofort aufgefuttert hatten. Sorry…:-) Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass ich das Restaurant nicht wieder finden würde, in dem Gewirr aus Gässchen. Die erinnerten mich ein wenig an den Film Geisha.

Naja, soviel heute zum Essen! In den nächsten Tagen hoffe ich, weitere Erlebnisse nachliefern zu können.

Damit, liebste Grüße aus dem fernen Japan!

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4 Gedanken zu “Ein weiteres Mal: Essen in Osaka!

  1. hennesthecook schreibt:

    Jeder hat mal Phasen wo man mal was nicht Posten kann, aber wenn die Beiträge wie der hier sich so gut lesen lassen ist alles perfekt und du bist in bester Form :)lg🐘

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