Food, Japan, Shoppen

Osaka

So viel Neues hier! Ich komme aus dem Staunen gar nicht heraus. Trotzdem habe ich es geschafft, was ja total untypisch für mich ist, doch ein paar Fotos zu machen! Die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Die letzten Tage war ich viel unterwegs, weil ich in meiner kleinen Wohnung beispielsweise zwar eine Küche, dafür aber kein Geschirr hatte. Ich also los, welches zu kaufen. Natürlich musste ich eine Weile suchen, bis ich einen Laden fand, der das verkauft. Und natürlich war der erste Laden, den ich fand, auch von der teureren Sorte. Aber aus irgendwas muss Frau ja essen und Badutensilien hatten sie da auch. Gestern hab ich dann festgestellt, dass ich das auch fast alles in der japanischen Variante des 1-Euro-Ladens hätte kaufen können. Noch später merkte ich, dass wir im Wohnheim ein Regal haben, in dem ausgezogene Studenten ihre Sachen zurücklassen. Die kann man für umsonst mitnehmen. Tja, hinterher ist man immer klüger.

Vorgestern verbrachte ich unterwegs. Ich ging, wie gesagt, Geschirr und ähnliches kaufen. Am Nachmittag um 18 Uhr etwa, wenn es hier wirklich schon so gut wie dunkel ist, war ich dann noch im Elektroladen und habe mir eine Handykarte für hier besorgt. Sehr nette Leute, die da arbeiten. Sehr hilfsbereit! Den restlichen Abend verbrachte ich mit einem japanischen Assistenten des Büros vom Wohnheims damit, diese Karte frei zu schalten. Das ist wohl typisch in Japan, dass man das selber machen muss. Nicht wie bei uns, wo man einfach die Karte schon fertig eingestellt bekommt und sie nur noch ins Handy stecken muss.

Friedhof

Ein Friedhof und die Sicht auf Osaka mittags um 13Uhr

Gestern dann war Sonntag und ich war neugierig, ob die Läden hie auch zu haben. Dem war nicht so. Alle Shops waren geöffnet. Aber alle Büros und ähnliches haben frei. Deswegen waren die Shops voller Menschen!

Ich bin ja fasziniert von den Autos hier. Sehr viele Kleinbusse. Aber die sind viel kleiner als die europäischen. Sie haben das gleiche Innenleben nur eben kleiner. Und außen sind sie viel kantiger. Sehr süß! Kawaii, wie man auf japanisch sagen würde.

Nachmittags ließ ich mir ein wenig die Uni und die nähere Umgebung meines Wohnheims zeigen, die Orte, wo Japaner einkaufen. Das war sehr interessant, ich war ganz fasziniert. Es war eine Art kleiner Straße, die sich unter einer Autobrücke befand. Links und rechts neben dem Aufgang zur Brücke führten schmalere Straßen ein wenig hinunter und verliefen neben den Pfeilern der Brücke. In der Mitte waren entweder Häuser oder Fahrradabstellplätze. Hier werden die Fahrräder dabei übereinander gestapelt. Das hab ich auch schon für Autos gesehen. Dieser Bereich unter und neben der Autobrücke war überdacht und bebaut. Hier befanden sich die Shops. Unmengen winzig kleiner Läden, die alles verkauften. Lebensmittel, Kleider, Blumen, Schmuck, Krimskrams und vieles mehr. Jeder Dritte von ihnen war eine winzige Essensbuden, manchmal nicht mehr als fünf Plätze und überall roch es nach Essen. Wie gut, dass ich gerade erst zu Mittag gegessen hatte!

Dann fuhren wir noch ein Stückchen Richtung Zentrum mit den Öffentlichen hier. Das ist hier nicht unbedingt wie eine U-Bahn, weil sie meist über den Straßen fährt und nur selten unterirdisch (zumindest die Strecke, die ich gefahren bin). Eher wie eine S-Bahn. Natürlich gibt es auch Busse, aber ich habe bisher nur den Zug genutzt. Wir sind nicht ganz ins Zentrum gefahren, weil meine Begleitung dann noch zum Training ging, an der Haltestelle, bei der wir ausgestiegen sind. Aber von der Brücke aus, zu der wir dann gelaufen sind, konnte man Umeda, das Zentrum Osakas, sehen. Wenn es auch zu Fuß noch eine gute Stunde weit weg sein sollte. Unter der Brücke lief ein Fluss durch, neben dem ein Spazierweg war.

Brücke

Seitenansicht auf die Brücke nach Umeda vom Spazierweg aus so gegen halb sechs

Brücke

Seitenansicht auf die Brücke nach Umeda so gegen halb sechs

Umeda

Die Skyline von Umeda abends um sechs Uhr

Überhaupt gibt es hier viele Flüsse. Manche sind größer, dabei oft sehr flach. Aber durch die ganze Stadt zieht sich eine Vielzahl kleiner schmaler Kanäle, oft nicht breiter als ein halber bis ganzer Meter. Einfach so, durch Wohngebiete, neben den Straßen. Sehr schnuckelig.

Überhaupt hat Osaka, zumindest die Gegend in der ich bisher war, keinen Großstadt-Charakter. Die Hochhäuser befinden sich alle eher Richtung Zentrum. Hier hat kein Haus mehr als drei Stockwerke, höchstens vier. Und neben all den modernen Häusern befinden sich viele im alten Stil aus Holz. Ich habe auch schon einige Gemüsebeete gesehen, wahrscheinlich Gemeinschaftsbeete, einfach zwischen den Wohnhäusern. Osaka finde ich auch recht grün. Die Parks sind zwar nicht unbedingt groß, aber überall sind kleine begrünte Flächen. Da reicht ja manchmal schon ein Baum.

Auf dem Heimweg lief mir auf dem Unigelände doch tatsächlich noch ein Waschbär über den Weg. Ich dachte erst, es wäre eine Katze!

Teich

Nachsicht auf den Teich hinter der Cafeteria auf dem Unigelände abends um sieben Uhr

Aussicht

Aussicht aus dem Treppenhaus meines Wohnheims abends um halb acht

Aussicht

Aussicht aus dem Treppenhaus meines Wohnheims abends um halb acht

Auch Kosmetik musste ich kaufen, in erster Linie Shampoo, Spülung und Duschgel. Das wird in Pumpflaschen verkauft und man kann dann Tütchen zum Nachfüllen kaufen. Die Tütchen sehen aus wie in Deutschland die nachfüllbare Seife. Mein Shampoo und Spülung sind von Shiseido, weil der 24-Stunden-Laden nur noch die hatte. Aber sie haben nur jeweils 100 Yen mehr gekostet, als das Shampoo von Dove, das aber aus war. Zwischen 139-150 Yen sind übrigens 1 Euro. Gezahlt habe ich pro Flasche ungefähr 650 Yen. Ich habe nachgefragt, Shiseido gilt eigentlich auch in Japan als teuer. Naja, Schminke habe ich mir noch nicht angesehen.

Kosmetik

Shampoo, Spülung und Duschgel

Sonnenuntergang

Blick von meinem Balkon nachmittags um 17 Uhr

In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute Nacht!

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